Psychologische Faktoren, die dein Selbstwertgefühl beeinflussen

Nicole Kartenschamanin Tarot Blume Kind

Wenn wir über Selbstwertgefühl sprechen, reden wir oft über Symptome: die Anzeichen, die Übungen, die Tipps. Aber selten sprechen wir darüber, was psychologisch wirklich im Hintergrund läuft, welche unsichtbaren Kräfte dafür sorgen, dass zwei Menschen mit derselben Ausgangslage völlig unterschiedliche Beziehungen zu sich selbst entwickeln.

In diesem Artikel schauen wir uns die psychologischen Faktoren an, die dein Selbstwertgefühl tatsächlich formen. Nicht als graue Theorie, sondern so, dass du erkennst: Ah, deshalb ist das bei mir so gelaufen.

Hey, ich bin Nicole. Auf meinem Blog findest du jede Woche echte Erfahrungswerte und Ansätze, kein Coaching mit Wochenend-Zertifikat, keine Märchen. 20 Jahre habe ich auf höchstem Niveau Krisen bei der Fraport gemanagt, heute lebe ich als Kartenschamanin in den tiefen Wäldern Schwedens.


Der Faktor, der alles prägt: dein früher Bindungsstil

Der wohl größte psychologische Faktor für deinen Selbstwert entsteht, bevor du überhaupt sprechen konntest: deine frühe Bindungserfahrung.

Kinder, die verlässlich getröstet, gesehen und beruhigt wurden, entwickeln meist eine sogenannte sichere Bindung – und mit ihr die tiefe, oft unbewusste Überzeugung: Ich bin es wert, geliebt zu werden, auch wenn ich weine, wenn ich schwierig bin, wenn ich nicht perfekt funktioniere.

Kinder, deren Bedürfnisse unregelmäßig oder gar nicht beantwortet wurden, entwickeln andere Strategien. Manche werden übermäßig angepasst, weil sie gelernt haben, dass Nähe nur durch Wohlverhalten kommt.

Andere ziehen sich zurück, weil sie gelernt haben, dass ihre Bedürfnisse ohnehin niemanden interessieren. Beides sind kluge Anpassungen eines kleinen Menschen an seine Umgebung und beides hinterlässt Spuren im erwachsenen Selbstwert.

Das Entscheidende: Dein Bindungsstil ist keine Diagnose, die dich für immer festlegt. Er ist eine Landkarte, die zeigt, wo du herkommst nicht, wo du bleiben musst.

Der innere Kritiker & woher seine Stimme wirklich kommt

Fast jeder Mensch mit “angeschlagenem” Selbstwert kennt sie: die innere Stimme, die kommentiert, bewertet, herabsetzt. „Das war wieder typisch." „Das schaffst du eh nicht." „Sei nicht so anstrengend."

Psychologisch betrachtet, ist diese Stimme selten wirklich deine eigene. Sie ist meist ein internalisiertes Echo die Stimmen von Eltern, Lehrern, prägenden Autoritätspersonen, die du irgendwann so oft gehört hast, dass du sie für deine eigenen Gedanken hältst.

Das ist eine der befreiendsten Erkenntnisse überhaupt: Der innere Kritiker spricht nicht die Wahrheit über dich. Er spricht die Sprache von jemand anderem, den du dir einverleibt hast. Und eine übernommene Stimme darfst du hinterfragen auch wenn sie sich noch so vertraut und wahr anfühlt.

Vergleich als psychologische Falle

Menschen sind evolutionär darauf gepolt, sich mit anderen zu vergleichen früher, um die eigene Position in der Gruppe einzuschätzen und zu überleben. Dieser Mechanismus ist uralt, und er ist heute völlig aus der Zeit gefallen.

Denn während unsere Vorfahren sich mit vielleicht dreißig Menschen im Dorf verglichen, vergleichst du dich heute mit Millionen von kuratierten, bearbeiteten Ausschnitten fremder Leben. Dein Nervensystem kann diesen Unterschied nicht erkennen.

Es reagiert auf jeden Vergleich, als ginge es um echten sozialen Status und bei einem angeschlagenen Selbstwert fällt dieser Vergleich fast immer zu deinen Ungunsten aus.

Das ist kein Charakterfehler. Es ist ein evolutionärer Mechanismus, der auf eine Welt trifft, für die er nie gemacht wurde.


Kontrollüberzeugung: Glaubst du, dass du etwas bewirken kannst?

Ein psychologisches Konzept, das selten genannt wird, aber enorm wirkt: die Kontrollüberzeugung. Sie beschreibt, ob du glaubst, dass dein Handeln einen Unterschied macht oder ob du das Gefühl hast, den Umständen ausgeliefert zu sein.

Menschen mit angeschlagenem Selbstwert entwickeln häufig eine äußere Kontrollüberzeugung: „Es liegt sowieso nicht an mir." „Ich kann eh nichts ändern." Das schützt kurzfristig vor Enttäuschung aber es untergräbt langfristig den Selbstwert, weil du dich selbst als machtlos erlebst.

Der Weg zurück beginnt mit kleinen, bewusst gewählten Handlungen, bei denen du die Wirkung deines eigenen Tuns wieder spürst. Nicht große Lebensentscheidungen kleine Beweise, dass dein Handeln etwas bewegt.

Und was ist mit dem, was vor deinem eigenen Leben liegt?

Hier wird es für mich als Schamanin besonders spannend und die Psychologie beginnt gerade erst, in diese Richtung zu forschen: die Epigenetik zeigt, dass extreme Stresserfahrungen sich sogar auf biologischer Ebene an nachfolgende Generationen weitergeben können.

Was deine Großmutter, deine Urgroßmutter überlebt hat, wirkt möglicherweise noch in dir nach als eine tiefsitzende Alarmbereitschaft, die keinen Bezug mehr zu deinem heutigen, sicheren Leben hat.

Du trägst also nicht nur deine eigene Geschichte in dir. Du trägst Fragmente der Geschichten, die vor dir kamen. Und das ist keine Ausrede es ist eine Erklärung, die entlastet. Manches, was sich wie ein Makel anfühlt, ist in Wahrheit ein geerbtes Überlebensprogramm, das seine ursprüngliche Aufgabe längst erfüllt hat.

Drei Perspektivwechsel, die wirklich tragen

Bei all diesen psychologischen Faktoren gibt es einen Gedanken, der für mich alles verändert hat und der einfacher ist, als er klingt.

Du hast Gedanken. Du bist nicht deine Gedanken.

Der innere Kritiker, von dem wir gesprochen haben, ist ein Gedanke, der durch dich hindurchzieht nicht deine Identität. Du kannst einen Gedanken beobachten, ohne ihn zu sein. „Ich bin nicht gut genug" ist ein Gedanke, der auftaucht. Es ist nicht die Wahrheit über dich.

Du hast Gefühle. Du bist nicht deine Gefühle.

Scham, Zweifel, das Gefühl, nicht zu genügen diese Gefühle dürfen da sein, sie ziehen durch dich hindurch wie Wetter. Aber ein Gefühl, so intensiv es sich anfühlt, ist ein Besucher. Kein Dauermieter. Du bist nicht traurig du fühlst gerade Trauer. Der Unterschied ist klein in der Sprache und riesig in der Wirkung.

Du hast einen Körper. Du bist nicht dein Körper.

Auch die Anspannung, die Enge, das flaue Gefühl im Magen, das mit angeschlagenem Selbstwert oft einhergeht das ist etwas, das dein Körper gerade trägt. Es ist nicht das, was du im Kern bist.

Wenn du das nächste Mal ein Gedanke, ein Gefühl oder eine körperliche Reaktion überrollt, probier diese kleine Frage: Wer ist es eigentlich, der das gerade bemerkt? Dieser stille Beobachter das bist du. Alles andere zieht vorbei.

Warum dieses Wissen dich ermächtigt, nicht entmutigt

Vielleicht liest du diese Faktoren und denkst: Das ist ja alles vorgeprägt, wie soll ich da noch was ändern? Genau das Gegenteil ist der Fall.

Solange du glaubst, dein geringer Selbstwert sei einfach „wer du bist", hast du keinen Hebel. Sobald du verstehst, dass er aus konkreten, nachvollziehbaren psychologischen Prozessen entstanden ist, Bindung, übernommene Stimmen, ein überholter Vergleichsmechanismus, erlernte Machtlosigkeit, vielleicht sogar geerbte Muster,, hast du plötzlich etwas, an dem du ansetzen kannst. Ein Muster, das entstanden ist, kann bearbeitet werden. Ein „das bin halt ich" kann das nicht.

Du bist nicht dein Selbstwertgefühl. Du bist der Mensch, der es geformt hat überstehen können und der es jetzt, mit diesem Wissen, neu formen darf.

Wenn du spüren willst, welche dieser Faktoren bei dir besonders wirken, manchmal hilft ein Blick von außen, um Muster zu erkennen, die man selbst nicht mehr sieht. Genau dabei begleite ich dich. Und wenn du noch nicht so weit bist: Trag dich in meinen Newsletter ein und hol dir mein kostenloses Audiobook „Der wahre Preis des Wartens" – ein erster Schritt zurück zu dir.

Nicole Krüger

Tarot Master & Shamanic Energy Healer

https://www.Kartenschamanin.com
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Anzeichen für mangelndes Selbstwertgefühl: Erkennst du dich wieder?